Sergej Lochthofen "Grau"- Lesung

 
Datum: 23.02.2015 ,   Ort: Stadtbibliothek
 

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Die bewegte und bewegende Lebensgeschichte seines Vaters.

Lorenz Lochthofen verließ noch vor der Machtergreifung der Nazis Deutschland, ging nach Moskau, studierte dort Journalismus. In der Zeit des „Großen Terrors“ wurde er verhaftet und in Workuta interniert. Dem sibirischen Lager folgte die Verbannung in die Arktis, seine Söhne Sergej und Pawel sind dort geboren. Erst 1958 konnte die Familie ausreisen, in die DDR. Lorenz Lochthofen machte Karriere als Leiter eines der größten Volkseigenen Betriebe, Sergej Lochthofen studierte später in Leipzig Journalismus, begann beim „Volk“, der SED-Parteizeitung in Erfurt. Da hatte er noch einen sowjetischen Pass, erst nach der Wende nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an. „Schwarzes Eis“ hat mittlerweile die vierte Auflage erreicht.


Sergej Lochthofen (geb. 1953 in Workuta) gehört zur dritten Generation einer deutsch-russischen Familie, die den Stalinismus erlebt und erlitten hat – von der Oktoberrevolution über den Gulag bis zum Mauerfall. In "Grau" erzählt er, wie er als 5jähriger aus Workuta nach Thüringen kam, auf der Straße die Sprache lernte, als einziges Kind eines Zivilisten in eine sowjetische Garnisonsschule ging, von zu Hause ausbrach, um auf der Krim Kunst zu studieren, vor der Einberufung in die Sowjetarmee zurück in die DDR floh und während der bleiernen Honecker-Zeit den stupiden Alltag in einer SED-Zeitung als Journalist erlebte – bis schließlich die aufregende Wendezeit anbrach. Dabei wird deutlich: Die Verschränkung von Deutschland und Russland ist mehr als ein biographischer Zufall. 


Eintritt: 10,00 Euro

 



 

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